Das Bienenhaus wurde 1983/84 gemeinsam mit dem Steinbackofen und dem Göpelhaus errichtet. Es handelt sich um eine originalgetreue Nachbildung eines historischen Bienenhauses und bietet einen Einblick in die traditionelle Imkerei.
Der Zierbrunnen entstand ebenfalls 1983/84 im Zuge des Aufbaus von Bienenhaus, Steinbackofen und Göpelhaus. Er erinnert an die frühere Wasserversorgung im Dorf und trägt zur authentischen Atmosphäre des Museumsgeländes bei. Gleichzeitig dient er als beliebter Treffpunkt und ruhiger Aufenthaltsort.
Der Steinbogen des Heimatmuseums besteht aus zwei historischen Säulen, die einst als Hofeinfahrten in Schobrink dienten. Auf ihnen liegt ein Stein mit der Inschrift „Heimatmuseum“, der dem Eingang eine besondere historische Bedeutung verleiht.
Die Steingruppe symbolisiert die ehemalige Gemeinde Aschen mit ihren 14 Ortsteilen: Bockhop, Tiefen-Winkel, Apwisch, Hengemühle, Osterheide, Holle, Ossenbeck, Falkenhardt, Lindloge, Mehrholz, Paradiek, Schobrink, Spanhake und Sille. Zwei zusätzliche Steine verweisen auf bekannte Flurnamen: die Wraggerei (am Friedhof) und das Flurstück Drohne.
Die Dorfschmiede entstand im 18. Jahrhundert in Drebber und wurde 1993 auf dem Museumsgelände wiederaufgebaut. Ausgestellt sind Werkzeuge aus Schmiede-, Schlosserei- und Stellmacherhandwerk, die einen umfassenden Einblick in die damalige Arbeitswelt geben.
Der Steinbackofen wurde nach historischen Vorbildern aus der Gemeinde Aschen mit Lehmpackungen errichtet. Beim jährlichen Backtag entstehen darin rund 80 Butterkuchen und Stutenbrote. Der Fachwerkvorbau beherbergt alle Geräte, die zum Säubern und Vorbereiten des Ofens benötigt werden.
Der Speicher wurde 1741 in Drebber/Holzkamp erbaut und 1981/82 auf dem Museumsgelände wiedererrichtet. Mit ihm begann der Aufbau der gesamten Museumsanlage. Im Inneren werden Werkzeuge und Gegenstände zur Torfgewinnung, Milchverarbeitung, zum Backen, Schlachten und zur Wäschepflege gezeigt. Außerdem sind Zuggeschirre für Rinder und Pferde ausgestellt. Im Obergeschoss befindet sich die Staffelei der Malerin Thea Hucke.
Ein Göpelhaus beherbergt ein Göpelwerk – eine historische Kraftmaschine, die früher durch Tiere oder Menschen angetrieben wurde und Maschinen wie Pumpen, Dreschwerke oder Mahlwerke betrieb. Das Göpelhaus des Museums ist zusätzlich mit Grillmöglichkeiten, Sitzplätzen und Tischen ausgestattet und bietet Raum für etwa 50 Personen.
Die Remise, ein typisches Nebengebäude des 19. Jahrhunderts, diente ursprünglich der Unterbringung von Kutschen, Pferden und Fuhrwerken. Heute zeigt sie eine umfangreiche Sammlung landwirtschaftlicher Geräte und Maschinen, darunter Pflüge, Eggen, Mäh- und Heumaschinen, Kartoffelroder, Feldfräsen sowie eine Dreschmaschine. Ein besonderes Highlight ist die vollständig erhaltene Seilerei, die das traditionelle Handwerk der Seilherstellung veranschaulicht.
Die Zimmereiwerkstatt wurde 1893 gegründet und war bis 1988 in Betrieb. 1990 wurde das Gebäude abgetragen und originalgetreu auf dem Museumsgelände wieder aufgebaut. Die Werkstatt steht stellvertretend für die Entwicklung des Zimmerhandwerks in der Region, die durch gute Verkehrsanbindungen und reichlich verfügbares Holz begünstigt wurde.
Der Schafstall stammt aus dem Jahr 1791 und wurde aus dem Ortsteil Aschen umgesetzt. Bei der Restaurierung wurden zwei Kompromisse mit dem Denkmalschutz geschlossen: – Die Fassade erhielt wieder ein traditionelles Weidengeflecht hinter der Lehmschicht. – Ein Teil des Innenbodens wurde mit Pflaster statt Lehmboden versehen. Im Inneren befinden sich Großmaschinen und Geräte zur Korngewinnung, -verarbeitung und Feldbestellung. Zudem ist ein alter Stangenherd zu sehen – bis Mitte des 20. Jahrhunderts das Herzstück jeder Küche.
Die Wagenremise zeigt eine Sammlung landwirtschaftlicher Geräte wie Pflüge, Eggen, Mäh- und Heumaschinen, Kartoffelroder und Feldfräsen, die das ländliche Arbeiten vor über 50 Jahren prägten.
Das Heuerlingshaus ist ein eindrucksvolles Zeugnis der Lebensweise landloser Landarbeiterfamilien. Es wurde im 18. Jahrhundert von der Familie Meyer in Düste/Helmsmühle bewohnt und 1997 originalgetreu im Museum wiedererrichtet. Die Wohnräume beherbergen heute eine funktionstüchtige Küche und eine Stube. In der Dachkammer befindet sich die Heimatstube Schlesien – ein Dokumentations- und Informationsraum mit Materialien zur Geschichte Schlesiens. Die ehemaligen Viehställe wurden zu Toiletten und Heizungsraum umgebaut. Ein besonderes Schmuckstück ist der Versammlungsraum mit dem über 100 Jahre alten Kopftisch aus der alten Sparkasse Diepholz. Im Obergeschoss befinden sich Nähmaschinen sowie ein Archiv mit Zeitungsberichten und Fotos der letzten Jahrzehnte.
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Das Haus Lüdeker beherbergt ein Goggomobil, verschiedene Werkzeuge sowie einen Verkaufstresen aus einer ehemaligen Autowerkstatt.
Die Alte Dorfschule ist ein historisches Gebäude aus dem 19. Jahrhundert. Nachdem der Bischof von Lüneburg und Celle nach dem Dreißigjährigen Krieg Schulunterricht angeordnet hatte, wurde 1746 an dieser Stelle ein Schulgebäude errichtet. 1869 erfolgte eine umfassende Renovierung und Erweiterung, finanziert durch die Gemeinde. Bis 1964 wurden hier acht Jahrgänge mit über 180 Schülern unterrichtet. 1996 überließ die Stadt Diepholz das Gebäude dem Heimatmuseum, 2025 erfolgte eine Sanierung durch die von-Döllen-Stiftung.
Ausstellungen im Gebäude: – „Obere Klasse“: historisches Klassenzimmer – „Atlaszimmer“: Radios, Schreibmaschinen und weitere Technik vergangener Zeiten – Wohn- und Nebenräume: Druckerei und alter Krämerladen – „Mittlere Klasse“: Kopftisch aus dem alten Rathaus Diepholz, Raum für wechselnde Ausstellungen – „Untere Klasse“: funktionsfähiger Webstuhl, Schneiderwerkstatt, Geräte zur Wäschepflege
Eine Behindertentoilette ist vorhanden.
Die Schuhmacherwerkstatt stammt von Heinrich Kawemeyer aus Woltringhausen. Ausgestellt sind Werkzeuge aus dem Sattlereihandwerk sowie Geräte zur Herstellung und Reparatur von Holzschuhen aus dem 18. Jahrhundert.
Die Koopsche Scheune von 1899 stammt aus Ossenbeck und wurde 2001 auf dem Museumsgelände wiederaufgebaut. Sie dient als vielseitiger Veranstaltungsort, unter anderem für die Museumseröffnung am Ostermontag, den Backtag, den Kunsthandwerkermarkt und das Erntedankfest. Eine Vitrine zeigt alle bisherigen Erntedankköniginnen. Im Obergeschoss befindet sich eine Ausstellung zur Moorgeschichte mit dem über 4000 Jahre alten Pfahlweg. 2024/25 wurden die Nebenräume umfassend modernisiert und mit neuen Küchen- und Sanitärbereichen ausgestattet.
Die Halle wurde 2021 errichtet und dient als Veranstaltungsort für kulturelle Veranstaltungen, Ausstellungen und Märkte. Sie ist nach Anna und Heinz von Döllen benannt, die sich mit ihrer Stiftung für Kunst, Kultur, Denkmalpflege und regionale Baugeschichte engagieren. Zu den Projekten der Stiftung gehören u. a. die Sanierung des Hofes Bredemeyer in Goldenstedt, die Aufbereitung der Ringwallanlage Arkeburg sowie der Bau eines Sachsenhauses.
Neben der landwirtschaftlichen Gerätesammlung beherbergt diese Wagenremise eine Reeperbahn. Eine Reeperbahn ist ein langer, gerader Weg, auf dem Seile aus Hanf oder Flachs gedreht wurden – ein traditionelles Handwerk, das besonders für Schifffahrt und Fischerei von Bedeutung war.